Ein Engel

Du wachst wieder auf - gebadet in Schweiß, du frierst und zitterst - und doch ist dir heiß. Es ist das gleiche wie in letzter Zeit immer, doch diesmal bist du nicht alleine im Zimmer. Krampfhaft versuchst du dich abzulenken, bist eh zu müde um klar zu denken. Du gehst ans Fenster und starrst in die Nacht - weißt du wirst hier stehen, bis die Stadt wieder erwacht. Die Kälte der Nacht umschlingt dich mit ihren eisigen Armen - du zitterst und bibberst, doch sie kennt kein Erbarmen. Du versinkst in der Kälte und deinen Gedanken, merkst nicht mehr, wie du beginnst zu schwanken. Und dann kippst du zur Seite, brichst einfach zusammen, doch spürst statt dem Boden, wie zwei Hände dich fangen. Dein Blick fällt noch auf eine zweite Person, dann umhüllt die samtige Schwärze dich schon. Du gleitest hinüber in eine traumlose Welt, während ein Engel dich in seinen Armen hält.

12.9.13 23:15, kommentieren

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Maske aus Stein

Du spielst ihnen vor glücklich zu sein, setzt dein Lächeln auf - deine Maske aus Stein. Und du findest dich wieder, in Bildern und Liedern. Du siehst dich da sitzen - mit der Klinge die Haut aufritzen. Du lügst ihnen mitten ins Gesicht, betest und hoffst - sie merken es nicht. Tränen sammeln sich in deinen Augen, es fällt so schwer noch daran zu glauben. Und während deine Gedanken sich drehen, können sie das Leid in deinen Augen sehen. Du kannst ihn spüren - ihren Schmerz, das alles wird zu viel. Es bricht dir das Herz.

12.9.13 22:25, kommentieren